Der Start in den Tag ist das zentrale Element für erfolgreiche Führung. Es ist der Moment, in dem die Weichen gestellt werden. Hier gilt es, eine gewisse Routine konsequent einzuhalten.
Für mich als Führungskraft bedeutet das: Ich will am Morgen nicht darüber nachdenken müssen, was ich als Erstes, Zweites oder Drittes tue. Stattdessen lasse ich mich von einem strukturierten Ablauf führen. Diese Routine ist mein Schutzschild gegen das Tohuwabohu, das ein Führungsalltag oft mit sich bringt.
Der Überblick vor dem „Sturm“
Das Entscheidende dabei ist, dass ich mich nicht sofort in das Operative stürze. Wer sich sofort mit den eingegangenen Mails oder den ersten Anfragen beschäftigt, verliert den Fokus. Es lenkt von dem ab, worum es in der Führung tatsächlich geht. Es geht darum, zu erkennen: Was ist wichtig und was ist „nur“ dringend?
Fokus auf die Rolle
In meiner Rolle als Führungskraft darf ich mich nicht nur in den vielen kleinen Tätigkeiten verlieren. Es sind die Aufgaben, die uns in unserer Rolle tatsächlich weiterbringen, die zählen. Ich stelle mir daher jeden Morgen die entscheidenden Fragen:
- Was sind heute die zentralen Elemente, die ich erledigen möchte?
- Was sind Dinge, die ich vielleicht aufschieben oder delegieren kann?
- Und ganz wichtig: Was ist das, was ich gerne tue, im Gegensatz zu dem, was wirklich getan werden muss?
Zentral ist, dass ich dabei den Tag über auch Abwechslung erfahre. Manchmal ist es gut, Unangenehmes gleich in der Früh zu erledigen, weil man es dann aus dem Kopf hat. Nur wer diesen strukturierten Überblick behält, führt aktiv, anstatt nur von den Umständen geführt zu werden.
Der Tag beginnt auf der Brücke, nicht im Maschinenraum.
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