Es gibt diese Tage…
Die beginnen manchmal schon in der Früh damit, dass die Kaffeemaschine beschließt, heute ein Update zu machen. Oder eine Reinigung. Oder beides. Und sicherheitshalber noch zwei weitere Dinge, die genau jetzt notwendig sind.
Dann sitzt man endlich im Auto und vor einem fährt ein Moped-Auto mit dem Tempo eines gemütlichen Sonntagnachmittags. Überholen? Keine Chance.
Im Büro angekommen wartet bereits die erste Überraschung. Der wichtige Punkt, den man sich für heute vorgenommen hat, lässt sich nicht erledigen. Es ist gerade irgendwie immer etwas anderes wichtiger oder dringender. Und irgendwann beschleicht einen das Gefühl, dass heute einfach nichts so läuft, wie es laufen sollte.
Wenn plötzlich alles mühsam wird
An solchen Tagen verändert sich die eigene Wahrnehmung. Menschen, die gestern „in Ordnung“ waren, beginnen plötzlich zu nerven.
Fragen wirken blöder und anstrengender als sonst. Probleme erscheinen größer. Die „Zündschnur“ wird kürzer.
Und als wäre das noch nicht genug, kommt vielleicht auch noch der Chef oder die Chefin vorbei und kritisiert ein Projekt, bei dem man ohnehin schon viel Energie investieren musste.
Spätestens dann entsteht der Eindruck: Sind heute alle verrückt?!?!?
Die schlechte Nachricht: ja - solche Tage gibt es! Die gehören irgendwie auch dazu.
Sie gibt es nicht nur bei neuen Führungskräften. Nicht nur bei überforderten Führungskräften. Sondern bei allen.
Der entscheidende Punkt ist ein anderer: Diese Tage gehen auch wieder vorbei. Was heute wie ein riesiges Problem wirkt, sieht oft schon morgen anders aus. Die Information taucht auf. Das Gespräch verläuft besser als erwartet. Das Projekt nimmt wieder Fahrt auf.
Und manchmal hilft schon eine Nacht darüber zu schlafen.
Das Fazit
Als Führungskraft müssen und können wir nicht jeden Tag voller Energie, Motivation und Tatendrang durch die Gegend laufen. Manchmal haben wir einfach einen Durchhänger. Vielfach muss man als Führungskraft an solchen Tagen einfach durchtauchen. Wichtig ist nur, daraus keine Grundsatzentscheidung abzuleiten.
Nicht jeder schlechte Tag ist ein schlechtes Projekt. Nicht jede Kritik ist ein Scheitern. Und nicht jede schwierige Woche ist ein Zeichen dafür, dass wir auf dem falschen Weg sind. Manchmal ist es einfach nur DER Dienstag, oder Mittwoch, Vollmond oder, oder... – der aber sicher endet und vorbeigeht!
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