Führung und nicht Leadership: Warum wir uns auf das Handwerk konzentrieren

In der heutigen Geschäftswelt begegnet uns der Begriff "Leadership" an jeder Ecke. Unzählige Anbieter versprechen, Ihnen die Geheimnisse echter Führung zu entschlüsseln. Doch beim Führungsnavi gehen wir bewusst einen anderen Weg. Wir sprechen von "Führung" – und das aus gutem Grund.

Für uns ist Führung kein nebulöses Konzept oder eine Ansammlung hochtrabender Philosophien. Wir betrachten sie vielmehr als ein Handwerk. So wie ein Handwerker sein Werkzeug kennt und einzusetzen weiß, so sollte auch eine Führungskraft über konkrete Instrumente verfügen, die sie in jeder Situation anwenden kann. Was nützen die schönsten PowerPoints oder die tiefgründigsten Theorien, wenn Sie in einer angespannten Situation keine konkrete Handlungsoption haben?

Leider begegnen mir in meiner Praxis immer wieder Führungskräfte, die zwar viel über "Leadership" kennen, aber wenig davon tatsächlich können. Sie kennen die Modelle, die Motivationstheorien und die Visionen – aber im Alltag hapert es an der praktischen Umsetzung. Das gilt für alle Hierarchieebenen, leider auch für die ganz oben. Man spricht zwar davon, Fehler machen zu dürfen, um daraus zu lernen. Doch wehe, jemand probiert etwas Neues aus und stolpert dabei! Die Kritik ist oft vernichtend, die Demotivation spürbar. Genau hier erleben wir das Gegenteil von dem, was "Leadership" eigentlich verspricht.

In meiner langen Karriere habe ich unzählige Führungskräfte kennengelernt, begleitet und über ihre Entwicklung gesprochen. Viele davon haben teure Ausbildungen absolviert und glänzende Titel erworben. Doch diejenigen, die tatsächlich "Leadership" verströmten, waren eine Seltenheit.

Deshalb streben wir mit unserem Ansatz gar nicht so hoch hinaus. Es geht uns nicht um abgehobene Konzepte, sondern darum, den oft anspruchsvollen Alltag als Führungskraft zu meistern. Es geht um die eigene Haltung, konkrete Handlungsoptionen, um Werkzeuge, die funktionieren, und um das Vertrauen, diese Werkzeuge auch WIRKlich einsetzen zu können. Denn am Ende des Tages ist es das Handwerk der Führung, das zählt.

Bild: Shutterstock