Die erste Karte

Ich suchte damals nach einer Karte mit einer Botschaft, die als Ressource verwendet werden kann. Nicht irgendein Spruch, sondern etwas, das hängen bleibt. Beim Stöbern im Internet stieß ich auf ein Motiv mit genau dem Gedanken, den ich wollte. Also nahm ich mir mein iPad, öffnete Procreate (ein Programm, das ich – ohne dafür etwas zu bekommen – allen kreativen Menschen, die selbst am iPad zeichnen wollen, nur empfehlen kann) und gestaltete meine erste Karte.

Das war der Start. Keine große Idee, kein Plan für ein System – nur der Wunsch, etwas Eigenes zu schaffen, das Wirkung hat. Diese erste Karte gibt’s heute noch. Ein bisschen ungeschliffen vielleicht, aber sie gehört inzwischen fest zum Führungsnavi.

Seitdem sind rund 90 verschiedene Karten entstanden. Die Ideen kommen von den Teilnehmer:innen meiner Seminare, aus eigenen Gedanken oder aus klugen Sätzen, die mir irgendwo begegnen. Die Gestaltung habe ich teils selbst umgesetzt, teils mit Unterstützung von Grafiker:innen, die meinem Stil Leben einhauchen. Und ehrlich – ich hab keine Ahnung, wie viele inzwischen unterwegs sind. Wahrscheinlich über 5000 Stück. Und sie tragen ihren Teil dazu bei, dass Inhalte besser hängen bleiben. Wesentlich ist: ich verkaufe sie nicht, ich schenke sie meinen Teilnehmer:innen zum Erinnern!

Manchmal entdecke ich eine davon zufällig wieder – an Pinnwänden, in Büros, auf Schreibtischen. Dann bleib ich kurz stehen, grinse – und denk mir: Schau an, sie wirken noch immer.